Archiv von Februar 2010



Drum prüfe wer sich auf welcher Site befindet

Über die Kommentare zu diesem Spreeblick-Artikel bin ich wiederum auf das TV-Blog gestoßen, speziell auf einen Beitrag in dem es um den bekanntesten Schuldnerberater des deutschen Fernsehens geht. Den Artikel habe ich ehrlich gesagt nicht gelesen, denn viel interessanter sind die Kommentare dort, aber seht selbst.
Aus den bisher 72 Kommentaren konnte ich beim Überfliegen nur einen ausfindig machen, der nicht persönlich an Herrn Zwegat gerichtet war.

Ich bin grad ganz hin- und hergerissen, ob ich das lustig finden soll oder eher nicht. Allerdings zeigt mir dieses Beispiel zwei Dinge: zum einen besteht offensichtlich dringender Bedarf, Menschen das Internet und ein paar grundsätzliche Sachen näher zu bringen. Zum anderen bin ich ehrlch gesagt entsetzt, dass der Blogbetreiber da nicht reagiert. Ich würde wenigstens die persönlichen Daten entfernen.
Schade, dass in der deutschen Bloglandschaft so agiert wird, ausgerechnet von einem “Profi”.

Geposted am: Donnerstag, 11. Februar 2010
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Wir brauchen Buzz, Buzz …

Seit gestern geistert Buzz durch das Netz. Buzz, ein neuer Dienst von Google, den jeder nutzen kann, der einen Googleaccount besitzt.
Gewöhnlich sind neue Dienste einem kleineren Kreis vorenthalten, den man nur mit Einladung beiwohnen kann. Bei Buzz ist das anders. Also hab ich mir natürlich gleich mal diesen neuen Sch*** angesehen.
Bis zur Freischaltung aller Googlekonten, kann ich Buzz nur mit dem mobilen Browser nutzen. Mit einem kleinen Trick geht das aber auch am Rechner. Dazu benötigt man Safari.
Bei Safari im Entwicklermenu -> Benutzer-Agent -> Mobile Safari auswählen. Dann buzz.google.com in die Adresszeile und los gehts.

Aber was ist denn Buzz?
Glaubt man verschiedenen Stimmen ist es eine Mischung aus Blogs, Twitter und Facebook.
Man kann also Statusnachrichten inklusive Bilder oder Videos absetzen, die dann wie bei Twitter in die Wolke gehen. Während man bei Twitter von Follower spricht sind es bei Buzz die Mitleser. Der große Vorteil gegenüber Twitter ist, dass die Nachrichten nicht auf eine bestimmte Zahl von Zeichen begrenzt sind. Daraus ergibt sich die Möglichkeit, ganze Blogpostings mit Bildern und Videos in Buzz zu erfassen und in die Wolke zu blasen. Theoretisch wäre auch eine Einbindung von Audiodateien denkbar.
Durch eine hervorragende Integration von Google Maps sind schnelle standortbasierende Informationen verfügbar und die Umkreissuche ermöglicht nicht nur das Auffinden anderer Buzzer.

Mir stellt sich jetzt allerdings die Frage der Erreichbarkeit. Bisher konnte ich noch nicht herausfinden, ob bei mir auch Nicht-Googler mitlesen können. In diesem Falle könnte man auf den eigenen Webspace mit Domain verzichten oder eine Domain auf den eigenen Buzz umleiten und tatsächlich noch ein paar Taler pro Jahr sparen.
Laut Google selbst, sollten die eigenen Mitteilungen umgehend auch über die Google Suche gefunden werden, das probiere ich natürlich aus.

Der erste Eindruck ist gut, auch wenn nach nur wenigen Tagen nur sehr wenige Buzzer wirklich aktiv sind. Ich sehe da enormes Potenzial und wage die Prophezeiung, dass Google Buzz noch ne große Nummer wird. Das GUI im mobilen Browser ist jetzt noch nicht so der Burner und nicht ganz so intuitiv, wie ich es gern hätte, bleibt zu hoffen, dass sich da noch was tut.

Nachtrag: Habe gerade bei einem Testeintrag gemerkt, dass es kaum Möglichkeiten der Formatierung gibt. Aber ich bin mir ganz sicher, da kommt noch was.

Geposted am: Mittwoch, 10. Februar 2010
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This website may harm your computer

Manchmal sind es diese kleinen Dinge im Leben, die mich wieder an meinen Verfolgungs- und Verschwörungswahn erinnern.
Vor dem Beispiel kurz zu meinem Setup: Macbook 5,1 mit MacOS 10.6.2 und Firefox 3.5.7. und Safari 4.0.4.
Mit dieser Kombination ist es kein Problem auf verschiedenen Webseiten zu surfen, sagen wir z.B. auf die des Focus. Ich kann sogar direkt auf einzelne Artikel des Focus verlinken und diese besuchen. Aus aktuellem Anlass nehme ich gern diesen Artikel als Beispiel. So weit so gut.
Den Link zu diesem Artikel habe ich meiner Twittertimeline entnommen, dort hat ihn Alex mit einem url-shortener getweetet, der Link lautet http://bit.ly/a7hu3h. bin ich der Einzige der mit der Benutzung dieses Kurzlinks auf dieser Seite landet?

Hier mal ein Screenshot:

Links die Warnseite, rechts der Artikel zu welchem der Shortlink eigentlich führt und unten links der Tweet von Alex.

Hat irgendjemand eine vernünftige Erklärung oder muss ich mich weiterhin meinen Verschwörungstheorien hingeben, in dem Glauben, dass da irgendjemand irgendwie das Netz und deren Inhalte in seiner Neutralität … na ihr wisst schon was ich sagen will oder denke. Obwohl, der Artikel ist ja jetzt nicht so gefährlich für die oberen Zehntausend, oder doch? Oder vielleicht im Zusammenhang mit Alex´ Kommentar?

Geposted am: Dienstag, 9. Februar 2010
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Lebenserfahrung

Wenn meine Großmutter mit meinem Großvater geschimpft hat sagte er stets “Ich versteh dich nicht” und drehte das Hörgerät leiser …

Geposted am: Donnerstag, 4. Februar 2010
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Auf dem besten Weg

In meinem letzten Vorstellungsgespräch wurde ich gebeten, mich zur aktuellen Arbeitsmarktlage zu äußern, welchen Einfluss diese auf mich hat und wo ich mich da sehe.
Wer, wie ich, eine kaufmännische Ausbildung genossen hat, wird schnell feststellen, dass es zwei große Strömungen gibt. In diesen Gedankengängen, lasse ich die administrativen Jobs einmal außen vor, denn es sollte klar sein, dass die meisten Unternehmen eine Buchhaltung, Persobnalabteilung, ein Sekretariat etc. benötigen.
Zum einen ist da der Customer Service. In diesem Bereich werden Kunden optimal betreut und beraten, Kundenbindungsmaßnahmen werden ergriffen und langjährige Partnerschaft soll entstehen, sofern noch nicht vorhanden.
Zum Anderen haben wir da noch den Vertrieb. In Zeiten wie diesen, setzen viele Unternehmen auf ein starkes Vertriebsteam. Angriff ist die beste Verteidigung und Geld muss in die Kassen. Das gelingt natürlich nur mit zahlungswilliger Kundschaft und diese muss gefunden und aquiriert werden.
Betrachtet man nun den Stellenmarkt für den Münchener Raum, so fällt ein Großteil der Vakanzen in den Bereich Sales, also Außendienst oder Innendienst im Vertrieb. Gerade im Finanz- und Versicherungssektor kann man hier schnell einen Job finden.
Ich habe in der letzter Zeit so den Eindruck gewonnen, dass Unternehmen da ein wenig in die falsche Richtung wandern. Überall soll verkauft werden, aber der Kundenservice, sowie die Kundenbindungsmaßnahmen bleiben da auf der Strecke. Ich habe in letzter Zeit vermehrt aus meinem Freundes- und Bekanntenkreis, ja sogar aus meiner Familie, zu hören bekommen, wie einige Außendienstler momentan so drauf sind. Man könnte fast glauben, kämen die ohne Abschluss heim wieder ins Büro, würden sie ausgepeitscht. Leider verhält es sich im Customer Service Umfeld genauso. Ich weiß nicht, ob es daran liegt, dass Unternehmen nicht in diesen Bereich investieren oder nicht die nötigen Instrumente zur Verfügung stehen.
Ich vermisse ein wenig die alten Zeiten, in denen man sich mit einem potenziellen Geschäftspartner getroffen hat und sagt Los, lass uns mal gemeinsam was reißen
Diese Hau-Ruck-Menthalität und das, meines Erachtens nach, unprofessionelle Verhalten einiger Außendienstler, treibt doch die Geschäftsanbahnungen eher auseinander. Verständlich, denn wenn mir zehn von denen auf den Sack gehen, wird der Elfte nen ganz schweren Start bei mir haben.
Aber man kann es denen ja nicht einmal verübeln, denn aufgrund der aktuellen Arbeitsmarktlage hier, sehen viele den Vertrieb als Chance. Aber bitte liebe Arbeitgeber: Nehmt euch mal die Zeit, eure Angestellten richtig zu schulen. Nehmt ihnen den Druck. Und vor allem: Denkt doch mal kurz drüber nach wie es um euren Kundendienst steht.

Ein anderes Phänomen ist die Zeitarbeit. Ursprünglich mal als Instrument der Agentur für Arbeit entworfen, sollten hier Möglichkeiten und Perspektiven geschaffen werden. Das scheint auch eine zeitlang funktioniert zu haben, heute allerdings hat dieses Instrument in meinen Augen ausgedient.
Der Fall der Kette Schleckerist mit 100%iger Sicherheit kein Einzelfall und nicht nur dort sollte der Zeitarbeitsfirma das Handwerk gelegt werden.
Frau v. d. Leyen sagte vor einiger Zeit im TV, sie müsse sich dieses Themas annehmen. Schlecker hat das System wieder geändert und gut ist, Zeitarbeitsfirmen tauchen in den Medien nicht mehr auf.
Wenn man allerdings auf Jobsuche ist wird man mit denen früher oder später konfrontiert.
Kürzlich erhielt ich einen Anruf einer Zeitarbeitsfirma, die mein Profil gefunden hatten und mir ein Angebot unterbreiten möchten. Ich habe nach kurzer Recherche im Netz deren Tarifvertrag gesehen und ich kann mir kaum vorstellen, dass jemand für dieses Geld dort arbeiten geht, jedenfalls nicht bei den Mieten die man im Münchener Raum so zahlt.
Ich habe auch schon bei Zeitarbeitsfirmen angerufen, die damit werben, dass sie auch Interessenten vermitteln würden, aber diese Schiene scheint wohl eher ein Abstellgleis der Branche zu sein.
In meinen Augen ist Zeitarbeit wie Abwrackprämie. Es gab einen kurzen Aufwind bevor alles den Bach runtergeht. Kurzzeitige Lösungen die auf Dauer nicht funktionieren.
Wir sind auf dem besten Weg unseren Arbeitsmarkt kaputt zu machen, wir haben mit Zeitarbeit angefangen und wenn das Mindestlohnmodell kommt, geht es weiter.
Der Mindestlohn mag ja hier und da eine Steigerung sein, ich denke allerdings, dass viele auch nur diesen zahlen werden. Warum mehr bezahlen, wenn der Staat sagt, dass es reicht.

Mich wundert es nicht, dass Unternehmen den Standort Deutschland verlassen. Mich wundern auch die permanent steigenden Arbeitslosenzahlen nicht. Aber ich muss mich sehr über die Politik in unserem Lande wundern. Und wenn die weitermachen wie bisher, dann werden auch die sich bald wundern …

Geposted am: Mittwoch, 3. Februar 2010
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