Ehrlich gesagt, verstehe ich den Wirbel um die Telekom und die Netzneutralität nicht. Also ich verstehe schon worum es dabei geht und und was dies alles unter´m Strich bedeutet, aber werd irgendwie das Gefühl nicht los, dass sich Provider wie die Telekom mit mit solchen Aktionen selbst ins Knie ficken schießen.
Dabei ist es doch ganz einfach:
Zuerst lese man sich diesen Artikel bei heise genau durch.
Nun versucht man sich als erstes das folgende Szenario vorzustellen: Alle betroffenen Dienstleister wie Apple, Google oder auch andere Suchmaschinenbetreiber stellen ihre Dienste für einen Tag oder auch mal für eine Woche ein. Was glauben die Herren von der Telekom, was dann passiert?
Wo platziert denn die Telekom ihre Werbung im Netz? Würden Sie darauf verzichten, würden auch weniger Daten durchs Netz gehen. Würden Sie bei Google und in anderen Suchmaschinen nicht mehr gelistet, wären wir der Trafficminimierung einen weiteren Schritt näher gekommen.
Aber Egal, wir nehmen das alles einfach mal in Kauf und spinnen den Gedanken der Telekom weiter, nachdem sie Google und Co zur Kasse bitten. Wie würden diese denn reagieren?
Wenn ich Google-Chef wäre, würden die Kosten der Werbung für Internet Service Provider wie die Telekom massiv steigen. Viele Dienste würden teuerer und wahrscheinlich nicht nur für die Verursacher, sondern auch für Verbraucher. So nett die Google Dienste auch sind, sollte man sich mal die Frage stellen, wieviel Geld man für diese monatlich ausgeben würde … Hier entstünde eine Preisspirale, allerdings keine nach unten.
Hab ich jetzt den Gedanken nicht zu Ende gedacht oder sind der Telekom die Folgen Ihres Handelns einfach noch unklar? Vielleicht liege ich ja auch total daneben …
Was mir ehrlich gesagt total unklar ist: Die Telekom möchte Leistungen für potenziell viele Menschen zur Verfügung stellen, am liebsten Internetzugang mit 98425769 GBit für jeden … aber wehe dem, der die Leistungen auch nutzen möchte.
Aus normalsterblicher Kundensicht sieht eine Garantieabwicklung wie folgt aus:
Man nimmt das defekte Teil und rennt in den Laden. Nachdem man irgendjemanden vom Personal damit auf den Zeiger gegangen ist, dass da was nicht geht und man darüber nur mittelmäßig erfreut ist, wird man gewöhnlich an irgendeinen Garantiesachbearbeiter verwiesen. Manchmal muss man da mal mehr oder auch mal weniger anstehen und warten. Wenn man dann schließlich seinen Fall vorträgt, gibt man das defekte Teil ab, beteuert dann [beliebige Zahl hier einsetzen] Male, dass der Defekt ohne eigenes Verschulden entstanden ist um letztendlich mit einem Ersatz oder zumindest mit einem Zettel, der den Ersatz zu einem späteren Zeitpunkt sichert, das Geschäft zu verlassen.
Bei Apple eine Garantieleistung in Anspruch zu nehmen ist ja auch nur mit leichten Schmerzen zu ertragen.
Wenn man in den Apple-Store kommt, muss man erst mal jemanden finden, der einem erklärt an wen man sich wenden muss. Das geht aber in der Regel relativ fix. Nachdem man dann das Anliegen vorgetragen hat, wird man dann freundlich aber bestimmt darauf hingewiesen, dass eine Garantieabwicklung nur mit einem Termin möglich sei. Bei diesem Termin könne man das Anliegen vortragen.
Nun weiß ja der Eine oder Andere sicherlich, dass diese Apfelgeschäfte nicht so häufig vertreten sind in unseren Landen. Wenn man also diesen Ablauf nicht kennt und dementsprechend keinen Termin gemacht hat, kann das schon ganz schön frustrierend sein.
Natürlich bietet die Terminvergabe den Vorteil, dass man, sofern man pünktlich erscheint, keine lange Wartezeiten hat. Wenn es aber außerhalb dieser Regelung keine weiteren Möglichkeiten gibt, ist das meines Erachtens nach für´n Eimer, zumal der nächstmögliche Termin am kommenden Mittwoch gewesen wäre.
Zukünftig muss man also nicht nur einen Tag Urlaub nehmen wenn der Telefonfutzi, der Handwerker oder ein Lieferant kommt, auch für einen Garantietermin bei Apple muss man sich künftig frei nehmen.
Und das alles wegen ´nem schwulen Headset …
Ich weiß, es ist inzwischen schon ein alter Hut, aber ich möchte hier mal in sehr knappen Worten schildern, warum ich den E-Postbrief nicht will: Nämlich deswegen!
Und mal ganz ehrlich, glaubt ihr wirklich, dass Behördengänge dann schneller erledigt werden? Ich nicht. Wahrscheinlich erspart man sich die Wartezeiten, aber die Bearbeitungszeit der einzelnen Anliegen wird sich dadurch nicht verkürzen. Das beste Beispiel ist das Finanzamt mit der elektronischen Steuererklärung. Gerade in diesem Jahr hat mich meine Steuertante schon darauf aufmerksam gemacht, dass es sehr lange dauern wird.
Ein interessantes Phänomen: In den größeren Medien mag man uns glauben machen, wie toll doch dieser E-Postbrief sei und so weiter. Aber wehe, wenn auch nur ein einziges Google Streetview Fahrzeug durch unsere Straßen fährt und unser Haus fotografiert … Denk euch euren Teil.
Meinetwegen können die sich ihren E-Postbrief ausdrucken und damit den Arsch abwischen. Musste mal gesagt werden …
Back in Munich und ich bin noch ganz schön gerädert. Die Maus war hocherfreut als ich am Flughafen wieder in das Auto stieg und ich glaub die Herzdame hat sich auch gefreut.
Ich habe heute dann die letzten Bilder auf den Klappcomputer gespielt und die letzten Videos importiert. Und auch wenn der Urlaub nun vorbei ist und ich morgen wieder in die Arbeitswoche starte, werde ich möglicherweise noch den einen oder anderen Beitrag hier zum Urlaub verfassen. Es fällt mir im Moment total schwer, zeitlich korrekt geordnet wiederzugeben was wir erlebt und besucht haben.
Schottland ist immer eine Reise wert, Edinburgh und Glasgow sollte man dort besucht haben. An dieser Stelle möchte ich einmal zwei Lokalitäten erwähnen, denn im Urlaub möchte man ja mal gepflegt Essen gehen.
Mein erster Tipp an dieser Stelle ist das Beehive Inn am Grassmarket. Sehr gemütliches Lokal mit guter Musik, nette Bedienung und ein wunderschöner Biergarten. Dort haben wir am ersten Tag unser Mittag genießen können.
Mein zweiter Tipp war mein kulinarisches Highlight der Reise. Dabei handelt es sich um das Chez Jules in der Hanover Street, hier haben wir zu Abend gegessen. Während ein Teil der Familie sich erstmals an einem Hummer probierten, entschied ich mich für ein 8oz Steak und es war das allergeilste Steak ever. Dazu gab es Kartoffelgratin.
Zum Nachtisch durfte ich einen warmen Schokokuchen, hat mich an einen warmen Brownie erinnert, in einer unglaublichen Karamelsauce genießen, dazu gab es eine Kugel Vanilleeis.
Ich kann dieses unglaubliche Mahl hier nicht in Worte fassen, seit Tagen überlege ich, ob ich jemals besser gegessen habe, kann mich aber nicht wirklich daran erinnern.
Jetzt möchte man meinen, man müsse für ein fantastisches Essen wie dieses ein Vermögen auf den Tisch legen, dem ist aber nicht so.
Generell kann man in Edinburgh, wenn man sich ein wenig umschaut ziemlich gut und bei Bedarf auch ziemlich schlecht essen. Neben den üblichen Fastfoodketten finden sich viele kleine Fressbuden. Die Auswahl ist prinzipiell ziemlich groß.
Wer am Freitag- oder Samstagabend zum Essen ausgehen möchte, sollte dies nicht all zu spät tun, auch wir standen am Freitagabend um 20:30 vor verschlossener Küche und mussten auf einen Italiener ausweichen. Der Besuch dort ist aber ne ganz andere Geschichte …