Inspiriert wurde ich im Übrigen von diesem Blogbeitrag, der zwar sehr umfangreich, aber für meine Zwecke einfach zu viel ist. Primär möchte ich ja “nur” ins Netz senden. Als Grundlage habe ich die Jiffybox genommen, aber das wisst ihr ja bereits.
Bei der Erstellung der Jiffybox habe ich mich für Debian 64bit entschieden.
Die folgende Anleitung führt euch Schritt für Schritt von der “nackten” Jiffybox oder eurem nackten Server bis hin zum fertigen Streamingserver. Es handelt sich hier nur um die absolut notwendigsten Schritte mit minimalem Einsatz.
Nach dem Einrichten müsst ihr eine Verbindung über SSH zu eurem Server herstellen und euch auf der Konsole einloggen. Da ihr dies zuerst als root macht, muss zunächst ein User angelegt werden, das geht mit dem folgenden Befehl:
adduser NAME
Nach Eingabe des Befehls können verschiedene Einstellungen für den User vorgenommen werden. Nachdem User angelegt ist, entziehen wir dem root-User den SSH Zugang. Dazu müssen wir die nutzen wir die sshd_config editieren. Auf der Jiffybox ist nano bereits installiert und so kann man dort folgenden Befehl nutzen:
nano /etc/ssh/sshd_config
In Zeile 26 ändern wir nun den Wert für PermitRootLogin von yes auf no. Die Änderung muss gespeichert werden und anschließend starten wir die SSH Verbindung mit dem folgenden Befehl neu:
/etc/init.d/ssh restart
Ein Login als root ist nun nicht mehr möglich und so melden wir uns künftig mit dem angelegten Nutzer an. Solltet Ihr künftig für Installationen root-Rechte benötigen, so könnt ihr eurem Nutzer mit folgendem Befehl root-Rechte geben:
su
Nun ist die Eingabe des root-Passwortes notwendig. Dies ist jedoch nicht immer notwendig. So können den Installationsbefehlen sudo voran gestellt werden.
An dieser Stelle noch drei Befehle, um die Software auf dem Server auf dem aktuellen Stand zu halten:
aptitude update < - damit er sich die infos über die neusten pakete holt
aptitude safe-upgrade <- update durchführen
aptitude full-upgrade <- aktualisiert alles und löscht alte pakete
Nun sollte euer Server einsatzbereit sein und ihr könnt mit den einzelnen Installationen beginnen. Wer seine Webseite ebenfalls auf dem Server ablegen möchte, kommt wohl kaum drumherum sich einen Webserver zu installieren. Natürlich sind auch Streaming-, Chat- und Mailserver möglich. Für die Jiffybox findet man im Jiffybox-Wiki sehr gute Anleitungen. Aber zurück zum Streaming-Projekt.
Ich habe mich für Icecast 2 als Streaming Server entschieden. Es war eher eine Bauchentscheidung, natürlich kann auch Shoutcast genutzt werden. Wichtig ist, dass wir letztendlich im Netz gehört werden wollen und in Kombination mit einem WordPress Blog bieten sich diese beiden an, da es dafür ein schönes Plugin gibt. Um den Icecastserver als Sender zu erreichen kann unter MacOS X Nicecast und unter Linux Ices2 genutzt werden. Aber dazu in einem anderen Beitrag mehr.
Beginnen wir nun mit der Installation von Icecast2. Dazu loggen wir uns mit unserem User auf der Konsole ein und bestätigen den folgenden Befehl:
sudo aptitude install icecast2
Nun sollte die Installation erfolgen und im nachfolgenden muss die Config noch angepasst und kleinere Änderungen vorgenommen werden. Dazu öffnen wir die die Config Datei mit dem Befehl:
/etc/icecast2/icecast.xml
An dieser Stelle verweise ich auf das Ubuntuusers-Wiki, hier findet man alle Hinweise und nötigen Einstellungen, besser kann man es kaum darstellen.
Nachdem wir die Config bearbeitet haben, muss der Eintrag ENABLE=false in der Datei /etc/default/icecast2 auf ENABLE=true geändert werden, dazu öffnen wir die Datei mit dem folgenden Befehl und nehmen die Änderung vor:
nano /etc/default/icecast2
Nachdem die Datei geändert wurde, kann Icecast nun gestartet werden. Dazu wird der folgende Befehl auf der Konsole ausgeführt:
sudo /etc/init.d/icecast2 start
Voila … das war´s! Jetzt muss der Server nur noch mit Inhalten versorgt werden und das Signal bei den Hörern ankommen. Aber darum soll es dann in einem weiteren Beitrag gehen.
Es war heute nicht das erste Mal, den Fehler zu begehen und NSFW in öffentlichen Verkehrsmitteln zu hören. Ich twitterte bereits vor Monaten, dass es sehr unangenehm war, als sich alle Fahrgäste im Bus umdrehten, als ich in der letzten Reihe in Gelächter ausbrach.
Heute auf dem Weg zur Arbeit, saß ich am S-Bahnhof als sich Tim & Holgi die nachfolgenden Videos ansahen. Das ist einfach der irre Scheiß, so stieg ich schon lachend in die S-Bahn ein, wischte mir die Tränen aus den Augen und suchte mir einen Platz an dem ich allein saß. Natürlich stieg an der nächsten Station ein Junge ein, der sich mir gegenübersetzte und nicht nachvollziehen konnte was da gerade mit mir geschah. Inzwischen hatte ich schon die Brille auf den Platz neben mir gelegt und mein Gesicht tief in ein Taschentuch vergraben … aber seht einfach selbst.
Vorgestern haben wir uns wieder zusammengefunden um die derzeit aktuelle Folge aufzunehmen. Im Gegensatz zu den bisherigen Episoden, hatten wir dieses Mal thematisch überhaupt keinen Plan und alles ist noch viel schlimmer als sonst. Die Tonqualität wird während der Aufnahme stetig schlechter und bedanken möchten wir uns an dieser Stelle bei Skype!
Dass ich mich schon seit längeren für Podcasts interessiere ist ja kein Geheimnis, schließlich posaune ich ja auch bei jeder Gelegenheit heraus, wenn Mario und ich mal wieder eine neue Episode veröffentlich haben.
Inzwischen konnten wir dank einer neuen Software, die Qualität deutlich erhöhen, so dass die derzeitigen qualitativen Schwankungen einzig der Skype Verbindung zuzuschreiben sind.
Aber wie das immer so ist, man bekommt ja den Hals nicht voll und möchte mehr und mehr bieten. So habe ich mir also Gedanken gemacht, wie man eine Live-Übertragung ermöglichen kann.
Wenn man ein wenig sucht, findet man über die Suchmaschine der Wahl relativ schnell verschiedene Streaming-Anbieter, die mit den unterschiedlichsten Angeboten am Start sind. Da ich mich jedoch nicht so wirklich an einen Anbieter binden wollte, das Wachstum für die Zukunft nicht beurteilen kann und die Streamingdienste ebenfalls für künftige Projekte nutzen möchte habe ich mich entschieden einen eigenen Streaming Server aufzusetzen.
Da die Installation eines Streaming Servers in der Regel einen root Zugriff auf den Server erfordert, ist eine Installation in den meisten SharedHosting Tarifen nicht möglich, also fiel meine Wahl auf einen virtuellen Server, diese sind meist günstiger, unterscheiden sich jedoch hauptsächlich in der Performance, Freitraffic und im Preis. Leider kann man da sehr unterschiedliche Erfahrungen machen, empfehlenswert sind daher Tarife mit geringer oder gar keiner Laufzeit, ein Vergleich lohnt immer.
Meine Wahl fiel letztendlich auf die Jiffybox der domainfactory GmbH. Im Dauerbetrieb ist dies nicht die günstigste Lösung. Allerdings wird sie sekundengenau abgerechnet und bietet verschiedene Zustände (nicht existent, gestartet, gestoppt und eingefroren) die unterschiedlich berechnet werden. So kann ich die Jiffybox bei Nichtgebrauch einfrieren werden und es fällt nur ein Viertel des regulären Preises an. Natürlich können die Inhalte gesichert und die Jiffybox gelöscht werden, dann fallen gar keine Kosten an. Bei Bedarf einfach eine neue Jiffybox anlegen, Inhalte wieder einspielen und schon ist sie wieder da.
Ich habe mich für das kleinste der Cloudlevel entschieden, da es für meine Zwecke, der Installation eines Streaming-Servers und später vielleicht ein IRC und/oder Jabber Server vollkommen ausreichend ist. Dafür sollte die Performance vollkommen ausreichen. Ich weiß aber auch, dass auf der Jiffybox eine Typo3 Installation möglich ist, also ist die Performance wohl sehr gut, und gegebenenfalls ist ein Wechsel auf ein anderes Cloudlevel problemlos möglich.
Das Schöne an der Jiffybox ist, dass die Linux Distribution frei wählbar ist. Innerhalb von Sekunden ist die Jiffybox dann betriebsbereit und es kann nach Belieben installiert werden.
Was ich dort wie installiert und konfiguriert habe, werde ich in einem der nächsten Beiträge vorstellen.
Schaut euch die Jiffybox mal an, besonders interessant momentan, wer sich noch im November 2010 dort anmeldet, erhält 50,00 Euro Startguthaben, welches innerhalb von drei Monaten verprasst aufgebraucht werden kann.