Erinnert ihr euch noch wie es früher war, wenn ihr zum Fotografen gegangen seid? Ich weiß das noch ziemlich genau und ich erinnere mich an fast jedes Mal.
Ein bestimmter Termin blieb mir jedoch sehr im Gedächtnis:
Meine Mutter wünschte sich von ihren Kindern zum Weihnachtsfeste ein Foto und so zogen meine Schwester und ich los um einen Fotografen aufzusuchen. Wir fanden auch einen und nach ein wenig Wartezeit kamen wir auch dran und betraten die heiligen Hallen.
Meine Schwester nahm auf einer Art Hocker Platz, ich stellte mich daneben und wir begaben uns in die erste Pose. Meine Schwester lächelte und ich blickte todernst. Der Fotograf war nicht sonderlich begeistert und wir starteten zum zweiten Versuch. Nun lächelte ich und meine Schwester blickte todernst. Das Problem war, das mit jedem weiteren Versuch alles nur noch viel schlimmer wurde und meine Schwester und ich schon anfingen uns darüber lustig zu machen. Die Situation eskalierte, meine Schwester und ich kamen aus dem Lachen gar nicht mehr raus und der Fotograf verzweifelte … ich glaub das Atelier gibt es heute nicht mehr.
Heute ist das anders. Die Herzdame, Nele und ich warfen uns in unsere besten Klamotten und fuhren in die Stadt um ein Foto von uns erstellen zu lassen welches wir Freunden und Bekannten schicken könnten. Nachdem wir extra eine knappe Stunde durch Freisings Innenstadt spazierten, öffnete der Fotoladen unseres Vertrauens. Wir schilderten schnell unseren Wunsch und eine junge Frau schien offensichtlich überfordert damit. Sie teilte uns mit, dass wir für solche Fotos einen Termin bräuchten. Da ginge man in´s Atelier und mache eine ganze Fotosession, anschließend wähle man Fotos aus, welche nachbearbeitet und äußerst hochwertig erstellt werden.
Na das war ja gar nix für die Herzdame. Wenn Sie sich etwas in den Kopf setzt, dann muss es gleich geschehen und nicht erst irgendwann.
Wir verließen den Laden und zogen auch unerledigter Fotodinge wieder gen Heimat.
Einen Tag später durchstöberten wir die gelben Seiten auf der Suche nach Fotoateliers und riefen eines nach dem anderen an. Tatsächlich ist es fast überall das Gleiche: Man geht für eine bestimmte Zeit (die man natürlich bezahlen muss) in´s Atelier und macht x Bilder. Anschließend zahlt man dann für jeden Abzug x Euro und das sind nicht wenige.
Es ist fast unmöglich zu nem Fotografen zu gehen, sich zu dritt auf ne Bank zu setzen und mit nem Foto wieder heimzugehen.
Was ist bitte mit dieser Branche passiert? Alle tun äußerst professionell, was ich auch zu schätzen weiß, aber das brauch ich nicht. Ich will doch nur ein Foto mit uns Dreien drauf, welches ich an Freunde und Verwandte schicken kann. Versteht mich nicht falsch, aber wenn wir ein Bild als Karte an unsere Arbeitgeber schicken als Dankeschön für deren Anteilnahme dann sollen die Kosten nicht bei 18 € pro Bild liegen, da reicht ein einfaches für 3,75 €! Natürlich werden unsere Eltern ein gutgemachtes Portrait von uns erhalten aber die sind eben auch engste Familie!
Letztendlich haben wir einen solchen Fotografen gefunden. Die Bilder sind bereits versandt und diesen Beitrag habe ich zwei Tage vor unserem Termin geschrieben, konnte ihn aber erst heute veröffentlichen, sonst wäre ja die Überraschung flöten gewesen.
Erinnert ihr euch noch wie es früher war, wenn ihr zum Fotografen gegangen seid? Ich weiß das noch ziemlich genau und ich erinnere mich an fast jedes Mal. Ein bestimmter...
Geposted am: Dienstag, 5. Februar 2008
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An sich ist Nele eher zurückhaltend, man könne fast sagen in manchen Dingen kommt sie eher nach der Herzdame.
Inzwischen ist sie fünf Wochen alt und erst vorgestern hat sie das erste Mal ein Bäuerchen gemacht. Bis dahin war sie immer sehr anständig, so wie Mutti. Aber vorgestern nach dem Abendessen, ich war gerade dabei den Tisch abzuräumen, ließ sie es so richtig krachen. Also mein lieber Schwan, da hat sie ja doch was von mir.
Mit dem Pupen ist das ähnlich. Es ist nach wie vor lustig, wenn man sie im Arm hält und dieser Knatterton aus der Lendengegend kommt, der die Buchse zum vibrieren bringt.
Aber das absolute Highlight hat sie sich gestern geleistet. Wir kamen vom Spazieren heim und ich legte Nele auf die Wickelkommode. Ich befreite sie von ihren warmen Wintersachen, schaltete die Wärmelampe ein und begann sie nackig zu machen. So, jetzt jibbet ne frische Buchse und anschließend kommste an Mamas Hupen, da jibbet was zu essen trinken.
Ich war ganz glücklich als ich feststellte, dass ihre Buchse gar nicht voll war, das erleichtert das Wechseln ungemein. Schnell den Pops sauber gemacht, bissl Creme zwischen die Backen, die neue Windel rum und … Nein, verdammte Axt. Jetzt hat sie gleich in die frische Buchse gepieselt. Na gut, also noch mal: Schnell den Pops sauber gemacht, bissl Creme zwischen die Backen, die neue Windel rum und … Das ist jetzt nicht wahr. Neles Gesicht zeigt eine gewisse Anspannung während sie den Kackstift in die Windel presst die Windel vollscheißtmacht. Aber da ja bekanntermaßen alle guten Dinge drei sind hat Nele vorerst die dritte Windel sauber gelassen. Zumindest bis zum Stillen …
Die junge Dame scheint sich da was angewöhnt zu haben, denn nach dem Essen Trinken war die Buchse schon wieder voll, so dass die Herzdame und ich es für zweckmäßig hielten diese abermals zu wechseln. Bei diesem Frischmachen hat Nele mit der Herzdame exakt das gleiche Spiel gespielt, bis auf einen kleinen Unterschied, die Herzdame musste noch ein viertes Mal wechseln.
An sich ist Nele eher zurückhaltend, man könne fast sagen in manchen Dingen kommt sie eher nach der Herzdame. Inzwischen ist sie fünf Wochen alt und erst vorgestern hat sie...
Geposted am: Mittwoch, 16. Januar 2008
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Und ich hatte mich letzte Woche schon so sehr auf den Hechelkurs gefreut, aber wie es nun mal ist, kam mal wieder alles ganz anders. Letzten Mittwoch, es muss so gegen viertel vor drei gewesen sein, hatte ich die Mutter der Herzdame am Telefon, die mir erklärte, ich möge doch langsam mal meinen Hintern nach Hause bewegen, schließlich kämen die Wehen breits in einem Abstand von sechs Minuten. Ich habe die Herzdame schon am Morgen mit einem mulmigen Gefühl verlassen und war mir fast sicher dass es bald so weit sein würde.* Als ich dann zu Hause war, packten wir noch die nötigsten Sachen zusammen und der Kontrollblick auf die Uhr zeigte die Wehen bereits in einem drei minütigem Abstand. Glücklicherweise entspannte sich alles, als wir im Auto saßen um die Fahrt ins Krankenhaus anzutreten.
Was? Schon fünf vor sieben? Na nun wird´s aber Zeit.
Wenn hier doch alles nicht so eng wäre.
Da hinten, da ist ein Licht. Da zieht es aber kalt rein.
Hmm … wenn ich den Kopf in die Öffnung stecke ist wieder schön dunkel hier.
Nanu, warum drückt die da denn jetzt so? Ich guck mal.
Hoppla, jetzt steck ich fest. Ist aber kalt draußen.
Wer ist denn der Typ da? Und wieso drückt die schon wieder? Ich wollt doch wieder rein und gar net raus. Also wenn die jetzt nicht aufhört zu drücken, mach ich ihr mindestens das nächste halbe Jahr zur Hölle.
Mist, jetzt bin ich rausgefallen. Da komm ich doch nie wieder rein.
Ich schrei jetzt erst mal. Mal sehen was passiert.
Das waren bewegende Momente. Die Kurze lag auf dem Bauch der Herzdame und schrie, während die Herzdame und ich einfach nur überglücklich waren.
Später, als die Herzdame noch versorgt wurde, hatten Nele und ich Zeit uns ein wenig besser kennenzulernen.
Ich denke wir werden uns ganz gut verstehen, wir haben uns auf ein freundschaftliches Vater-Tochter-Verhältnis geeinigt. Und ja ich gestehe, ich habe geweint. Also wenn so eine Geburt einen Mann wirklich kalt lässt, dann weiß ich auch nicht …
Und zu guter Letzt noch die knallharten Fakten
Name: Nele
Geb.: 12.12.07 um 18:55
Sternzeichen: Schütze
Größe: 48 cm
Gewicht: 2520 g
Kopfumfang: 33 cm
Lieblingsessen: Muttermilch
Lieblingsgetränk: Muttermilch
Hobbies: Schlafen, Schreien, Verwöhnen lassen
to be continued …
* Edit: Die Herzdame bestand darauf, dass ich hier darauf hinweise, dass sie bereits am Vorabend und die ganze Nacht in den Wehen gelegen habe; völlig unausgeschlafen, fertig und unfrisiert den Kreißsaal betrat.
Und ich hatte mich letzte Woche schon so sehr auf den Hechelkurs gefreut, aber wie es nun mal ist, kam mal wieder alles ganz anders. Letzten Mittwoch, es muss so...
Geposted am: Dienstag, 18. Dezember 2007
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Heute bin ich auf dem letzten Drücker nach Hause gekommen, habe mich im Eiltempo umgezogen um dann schlussendlich doch zu spät zum “Hechelkurs mit Partner” zu erscheinen.
Also das ist ein Gefühl: Umgeben von lauter Bäuchen und den dazugehörigen besseren Hälften.
Man schaut den Männern in die Augen und allen ist das Gleiche ins Gesicht geschrieben: Hoffentlich ist bald alles vorbei. Alle scheinen sich auf das Kind zu freuen aber die Begeisterung an einem solchen Kurs teilzunehmen hält sich doch sehr in Grenzen.
In einer kleinen Vorstellungsrunde bestätigen sich diese Gedanken, Einzelne bekennen sich sogar dazu von ihren Frauen dort hingezerrt worden zu sein und sie wüssten nicht was sie erwarte.
Ich hatte relativ klare Vorstellungen und Wünsche, denen jedoch heute nicht entgegengekommen wurde. Aber nächste Woche findet der Hechelkurs wieder mit Partner statt und mir wurde versprochen, dass dann auf meine Wünsche eingegangen würde.
Das Schöne an solchen Kursen ist, dass die Krankenkassen die Kosten für Frauen aber nicht für Männer übernehmen und so bin ich für jeden Abend an dem ich teilnehme gleich nen Zehner los. Als ich dann nach ner Quittung gefragt habe, schien sie ganz überrascht, hatte keine dabei und wollte es abtun mit der Aussage, dass man das Geld eh nicht erstattet bekomme. Na da kann man ja jetzt denken was man möchte.
Das Schlimmste der zwei dort verbrachten Stunden war aber, dass ich ständig dachte Mensch, darüber musste schreiben, da machst nen prima Beitrag draus und als ich dann mit der Herzdame raus war, hatte ich schon wieder fast alles vergessen. Immer das Gleiche … aber ich kann ja auch nicht mit dem Diktiergerät da sitzen. Nichtsdestotrotz hatten die Herzdame und ich eine Menge Spaß. Und was haben wir heute gelernt? Nichts! Na mal sehen wie es nächste Woche wird.
Heute bin ich auf dem letzten Drücker nach Hause gekommen, habe mich im Eiltempo umgezogen um dann schlussendlich doch zu spät zum “Hechelkurs mit Partner” zu erscheinen. Also das ist...
Geposted am: Mittwoch, 5. Dezember 2007
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Die letzten drei Male, die ich in Notaufnahmen verbracht habe waren voll und ganz der Herzdame gewidmet. Beim vierten Mal sollte es um meine Gesundheit gehen.
Ich war gestern schon früh am Morgen verabredet und so stand ich für meine Verhältnisse schon früh auf. Seit dem Aufstehen bemerkte ich einen Schmerz in der linken Nierengegend. Ich hatte das Gefühl als hätte mir im Training jemand ordentlich in die Seite zwischen Becken und Rippen getreten.
Den ganzen Tag habe ich es ignoriert bis es dann am Abend etwas heftiger wurde. Der Schmerz strahlte auf der Bauchseite schräg nach oben in Richtung Brustbein und auf dem Rücken ebenfalls schräg nach oben in Richtung Wirbelsäule.
Da ich ja von Hause aus eine Mimose bin, was das Einnehmen von Tabletten betrifft, verwehrte ich mich aller gutgemeinten Angebote der Herzdame.
Kurzentschlossen brachen wir gegen 22:00 Uhr in Richtung Freisinger Krankenhaus auf. Die Kollegin am Empfang war sehr nett und wir wurden direkt in die Notaufnahme geschickt, wo sich bereits kurz nach dem Läuten die Tür öffnete und ich der Tante Schwester, was weiß ich was die war, erklären konnte wo mein Problem liegt. Sie bat uns zu warten, also nahmen wir im Wartebereich Platz.
Die Zeit verging und nach und nach verließen mehrere Personen die Notaufnahme gen Ausgang, so dass wir annahmen, wir müssten gleich dran sein. Fröhliches Gelächter der Mitarbeiter des Krankenhauses waren zu vernehmen und eine alte Frau, die wegen eines Zeckenbisses ebenfalls erschienen war, wurde sofort hineingebeten.
Als ein Mann, begleitet von drei weiteren Personen, mit seiner Hand in einem Bierkrug erschien (Volksfest in Freising) und ebenfalls sofort hineingebeten wurde, ist mir fast der Ar*** geplatzt. Ich nahm die Herzdame und wir gingen zum Empfang, wo ich mir meine bereits bezahlten 10€ gegen Rückgabe der Quittung wiedergeben ließ und erklärte der Dame, es war inzwischen eine andere, dass das ein Skandal sei und ich nun nach Landshut in ein richtiges Krankenhaus fahren werde. Sie lächelte nur und meinte Ja, kein Problem, machen Sie das.
Dort ging dann alles relativ zügig. Den ersten Verdacht auf Nierensteine konnte der Arzt, der eine Ultraschalluntersuchung durchführte, widerlegen und auch sonst waren alle Blutwerte in Ordnung. Der behandelnde Doc erklärte mir, dass wir ein ernstes Problem haben, weil die Befunde unauffällig sind. Na wunderbar … Ich bekam ein paar Tabletten mit der Information, Wenn es sich bis Montag nicht gebessert hat, kommen Sie bitte wieder. Sie können dann gleich eine Tasche mitbringen, dann bleiben Sie nämlich hier.
Unabhängig davon, was es nun letztendlich war, bin ich mit Schmerzen in eine Notaufnahme gegangen wo es innerhalb von zwei Stunden nicht möglich war untersucht zu werden. Dass gerade das Freisinger Krankenhaus hier in der Gegend keinen guten Ruf genießt war mir bereits bekannt. Kann man Kliniken nicht irgendwo bewerten?
Beim nächsten Mal fahren wir gleich nach Landshut.
Die letzten drei Male, die ich in Notaufnahmen verbracht habe waren voll und ganz der Herzdame gewidmet. Beim vierten Mal sollte es um meine Gesundheit gehen. Ich war gestern schon...
Geposted am: Sonntag, 2. September 2007
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Wir müssen einfach mal raus hier! Und gerade bei dem schönen Wetter müssen wir ja nicht wie sonst das ganze Wochenende in der Bude verbringen. Die Herzdame ist unglücklich, sie hat keine Lust immer nur in der Bude zu sitzen. Nach einiger Überlegung fiel dann die Entscheidung, den Samstagnachmittag im Münchener Tierpark Hellabrunn zu verbringen.
Ich glaube wir sind der Schreck aller Biologen und stellen den Standardbesucher eines Zoos dar. So richtig Ahnung haben wir nicht, rennen durch das Gelände und begaffen die Tiere. Die Informationstafeln interessieren uns nicht, wir möchten nur von einer Attraktion zur nächsten.
Die Herzdame und ich erfreuen uns des schönen Wetters, der lustigen Tiere und nicht viel zu selten der anderen Besucher.
Ich hab ja schon den einen oder anderen Zoo gesehen, aber für mich war neueste Erfahrung, der Besuch der Villa Dracula, ein Gebäude in welchem man Fledermäuse ansehen konnte. Die Herzdame und ich gingen in einen total finsteren Raum, in dem wir nahezu nichts sehen konnten. An der linken Seite hingen ein paar UV-Lampen und der Bereich war durch eine Brüstung abgetrennt. Dahinter flogen Schatten kleinere Runden. Die Herzdame fragte, ob denn da eine Scheibe sei und vorsichtig nahm ich ihre Handtasche und streckte sie nach vorn. Aber da war kein Widerstand. Sofort verließ sie den Raum. Erst dann bemerkte ich, dass die kleinen Schatten nicht nur kleine, sondern auch große Runden über die Köpfe der Besucher drehten. Je länger ich mich dort aufhielt, je besser gewöhnten sich meine Augen an die Dunkelheit. Auch andere Beucher bemerkten die Flugobjekte, so dass es auch immer leerer wurde … ich ging dann auch.
Ebenfalls sehr schön in diesem Zoo ist, dass einige der Affenarten die Möglichkeit haben ihr Gehege zu verlassen und so durch den ganzen Zoo klettern können. Als wir das Affenhaus verließen und dem Weg weiter folgten fiel mir ein Seil auf, welches über den Weg gespannt war. Am Ende war es an einem Baum befestigt und auf dem Baum saß ein Totenkopfäffchen. Es lief dann über das Seil zurück, hangelte sich auf das Informationsschild seiner Art und dann weiter nach unten, wo es dann auf der Absperrung davonbalancierte.
Natürlich sind das jetzt nur zwei Eindrücke, aber alles in Allem war es ein schöner Besuch, es gab viel zu sehen und zu entdecken.
Irgendwie gibt es ja haufenweise lustige Tiere. Das Tapir, der Mungo und dieMähnerMähnenrobbe. Es gab auch einen MähnerMähnenwolf, aber den haben wir nicht gesehen. Auch der BrummBraunbär hatte sich den Blicken der Besucher entzogen.
Darüber dass sich die Murmeltiere nicht gezeigt haben, hatte ich eine eigene Theorie, die ich auch gleich der Herzdame unterbreitete: Die sind da hinten hinter ihrem Haus und murmeln um die Wette, der Verlierer muss dann nach vorn und sich von den Besuchern fotografieren lassen. Merkwürdig fand ich den GirAffen, ein Affe mit einem sehr langen Hals …
Wir müssen einfach mal raus hier! Und gerade bei dem schönen Wetter müssen wir ja nicht wie sonst das ganze Wochenende in der Bude verbringen. Die Herzdame ist unglücklich, sie...
Geposted am: Sonntag, 26. August 2007
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Ich habe den Eindruck es geschieht täglich und meist kommt noch der Glaube dazu, es geschähe nur mir. Ein Kollege widerlegte mir jedoch diesen Gedanken als er mir erzählte, auch ihm passiere es täglich und immer nur ihm.
Man stelle sich also vor, man säße beruflich bedingt so mir nichts dir nichts, im Zentralbereich des Münchener Flughafens fest, als die Blase schlagartig die Information an´s Gehirn weitergibt Bin voll, bitte entleeren. Den Kollegen kurz informiert, dass man mal für ein Minütchen indisponiert sei, schreitet man zügig den öffentlichen Hallen näher. Doch bereits während man sich noch im Lauf befindet, erspäht man beim Blick durch die erste Zwischentür den Feind aller Bakterien, den Rächer aller Kleenextücher und das Hassobjekt aller, die mal dringend wohin müssen. Der Putzwagen steht elegant vor der Eingangstür der Herrentoilette geparkt und im Türrahmen befindet sich eine Sperre, an der ein gelbes Schild hängt mit der Aufschrift Cleaning.
Ja nee, is klar … jedes Mal wenn ich auf die Pipibox muss, ist die Alte da am Putzen, aber auch wirklich jedes Mal. Naja, vielleicht nicht jedes Mal aber gefühlt würde ich sagen 98%. Aber ich bin ja auch nicht doof, also versuche ich auf die Behindertentoilette auszuweichen. Dieser Geistesblitz scheint aber nicht nur mir gekommen zu sein, was natürlich erklärt, warum trotz Vollsperrung so viele Herren vor den Toiletten warten.
Es geht mir ja auch nicht nur um das geschäftliche, manchmal muss man auch einfach nur in den Waschraum um sich mal die Hände zu waschen oder Wasser für die Kaffeemaschine zu holen. Aber da habe ich mich dann nicht so, da geh ich auch zu den Damen. Als ich letzten Mittwochmorgen auf der Damentoilette die Kaffeekanne spülte und mir klares Wasser in meinen überdimensionalen Messbecher laufen ließ, öffnete sich die Tür und eine Mitarbeiterin des Postoffices kam herein. Ich grüßte, wie es mein Anstand gebot, sie erwiderte den Gruß, geriet ins Stocken und sah mich an. Ich fragte freundlich ob alles in Ordnung sei, worauf sie sich wortlos umdrehte und die Tür öffnete um die Beschilderung zu prüfen. Ich erklärte ihr, dass jedes aber auch wirklich jedes verdammte Mal, wenn ich mal irgendwie zu den sanitären Einrichtungen muss, diese aufgrund von Reingungen gesperrt seien. Wahrscheinlich wurde ich ein wenig zu laut, als ich meiner Rede ein wenig Nachdruck verlieh, so dass es auch die Putzfrau hörte, die dann gleich reingerannt kam … na anyway.
Was mich aber immer am meisten wundert: Die Putze blockiert da für gefühlte fünfeinhalb Stunden das Klo und wenn sie es dann wieder freigibt, sieht es da drinnen auch nicht sauberer aus. Herrenklos können ganz schön widerlich sein, auch wenn ich an Autobahnparkplätzen schon schlimmeres gesehen habe. Ich bekomme dann immer Waschzwang, nach dem Besuch des WC am Flughafen würde ich manchmal am liebsten duschen. Ich frag mich dann immer, was die Putze da jetzt wohl die ganze Zeit gemacht haben mag.
Neulich stand ich dann so beim Händewaschen und dann fiel mir erst mal richtig auf, wieviele Männer das WC verlassen, ohne sich die Hände zu waschen. Bei dem Gedanken am Tag viele Hände schütteln zu müssen, stellten sich mir alle Haare auf. Jetzt überlege ich schon seit Tagen, wie ich es geschickt vermeiden kann, jemanden die Hand zu geben. Aber ich trau auch den Frauen nicht mehr. Nachdem ich ab und an im Damenbereich Wasser für die Kaffeemaschine holte, ist auch die eine oder andere Frau an mir vorbeigelaufen und verließ die Räume ohne die Hände zu waschen. Aber Mario Barth wusste ja bereits: Männer sind Schweine … Frauen aber auch. Meine Oma hat immer zu mir gesagt: Vor dem Klo und nach dem Essen, Hände waschen nicht vergessen … oder war es andersherum???
Ich habe den Eindruck es geschieht täglich und meist kommt noch der Glaube dazu, es geschähe nur mir. Ein Kollege widerlegte mir jedoch diesen Gedanken als er mir erzählte, auch...
Geposted am: Freitag, 9. Februar 2007
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Nachdem ich ja nun knapp zwei Wochen bei meinen Eltern in Potsdam verbracht habe, bin ich gestern wieder in good old Bavaria aufgeschlagen. Natürlich gab der Kühlschrank nichts mehr her und der heutige Einkauf war unvermeidlich … also rein in den Supermarkt. Bei meiner Runde, so wie ich sie laufe, komme ich ziemlich schnell bei den Süßigkeiten vorbei. Aber so viel brauchte ich dieses Mal gar nicht mitnehmen, denn schließlich gibt es in Potsdam ein Katjes-Factory-Outlet. Bei der Fertigung gab es leider nichts zu sehen, denn zwischen den Feiertagen war da Betriebspause. Aber ich schweife ab.
Ich hatte den Auftrag eine bestimmte Art in der Abteilung ausfindig zu machen. Steht man jedoch längere Zeit vor den Regalen sieht man irgendwann überhaupt nichts mehr, visuelle Reizüberflutung. Ich gab auf.
Ich schrieb eine Kurzmitteilung, ob es denn eine Alternative dazu gäbe. Na klar gab es die. Also nochmal die Regale entlang bis ich die entsprechenden Objekte der Begierde gefunden hatte. Aber wo verdammtnochmal sind die ChocoCrossis? Ich ging alles ab. Inzwischen brannte sich schon ein Ohrwurm in mein Gehirn “Unwiderstehlich, sind ChocoCrossies. Mandelfein, köstlich, leicht, einzigartig …” So ein blöder asbachuralt Werbesong schießt einem ins Gehirn und ich hatte noch nicht mal ansatzweise eine Vorstellung, wie die entsprechende Packung auszusehen hat.
Nicht weit von mir stand eine junge Frau mit geschätzen 27 Kindern um sich herum. Sofort schoss mir die Idee in den Kopf, die Kinder auf die Suche anzusetzen und ein Kopfgeld in Form einer Tüte Haribo auszusetzen. Ich verwarf den Gedanken. Ich ging auf die Kinder zu und sagte: “Hey, ihr seid doch die Fachleute, wisst ihr wo die ChocoCrossis sind?” Die Kinder schauten mich entgeistert an “Nee, was´n das” und “Kenn ich nicht”. Die junge Frau und die Kinder halfen mir dann bei der Suche. Eine unangenehme Situation, wie sich später herausstellte, denn diese verschissenen verfluchten ChocoCrossis ließen sich nicht finden. Ich wollte die Suche nicht abbrechen, denn schließlich hatte ich ja gefragt und auch die junge Frau konnte sich der Situation nur schwer entziehen, wollte sie mir doch helfen. Letztendlich gaben wir auf mit der Feststellung: Die sind aus!
Nachdem ich ja nun knapp zwei Wochen bei meinen Eltern in Potsdam verbracht habe, bin ich gestern wieder in good old Bavaria aufgeschlagen. Natürlich gab der Kühlschrank nichts mehr her...
Geposted am: Samstag, 6. Januar 2007
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Es muss jetzt so ziemlich genau vier Jahre her sein …
Ich arbeitete zu dieser Zeit als Teiledienstmitarbeiter in einem Autohaus. Fast nebenan gibt es einen Supermarkt, in welchem man an der Wurst-, Fleisch- und Käsetheke belegte Semmeln käuflich erwerben konnte. Ich hatte an jenem Tage Spätschicht, was nicht wirklich eine Spätschicht war, wie ich sie heute arbeite, und beschloss auf dem Weg zur Arbeit gleich mal am Supermarkt zu bremsen um mir ein paar Semmeln mit in die Arbeit zu nehmen. Gezielten Schrittes lief ich die Gänge entlang bis ich um die Ecke der Wursttheke schoss. Holla, wer ist das denn? Aufgrund der Regelmäßigkeit, dort belegte Semmeln zu kaufen, kannte ich die Verkäuferinnen dort zumindest vom Sehen her. Aber an diesem einen Tag, war da eine Andere, ein junges Ding mit einem Glanz in den Augen und einer Ausstrahlung, die kaum in Worte zu fassen ist. Ich bestellte meine Semmeln und ging. Ich ging!!!
Als ich in der Arbeit ankam, waren meine Kollegen überrascht, dass ich mein Essen schon hatte. Normalerweise ging immer Einer im Wechsel Brotzeit für alle holen. Ich wurde gefragt, ob ich nicht nochmal los wollte Brotzeit holen. Und ob ich wollte. Eröffnete mir doch der erneute Gang durch den Supermarkt die Möglichkeit, die junge Dame noch einmal zu sehen.
Als ich dann wieder bei ihr an der Theke stand, kam es zu einem kurzem Gespräch. Und ich ging wieder.
Was hab ich mich geärgert, dass ich nicht ihre Telefonnummer erfragte oder ihr meine gab. Von diesem Tag an, ging ich freiwillig jeden Tag Brotzeit holen. Jeden Tag schlich ich durch den Laden und schaute ob ich sie vielleicht erblicken konnte. Meinen Einkauf erledigte ich in diesem Supermarkt und ich kam mir schon langsam wie ein Ladendieb vor, der täglich durch den Laden schleicht um alle Kameras ausfindig zu machen.
Es war dann an meinem letzten Arbeitstag vor dem Weihnachtsfest, der Kühlschrank war leer, weil ich an diesem Abend nach der Arbeit zu meinen Eltern fahren und die Festtage dort verbringen wollte.
Inzwischen waren zwei Wochen vergangen und ich hatte die Hoffnung, sie dort wiederzusehen längst aufgegeben. In der Pause ging ich in den Supermarkt um mir noch was zu essen zu kaufen. Und dann stand Sie einfach wieder da, in ihrem weißen Schürzchen mit den leuchtenden Augen hinter ihrer Theke.
Ich ging auf sie zu und erklärte ihr, dass ich tagelang durch den Laden geschlichen bin, mir wie ein Ladendieb vorgekommen sei und nur um sie wiederzusehen. Und wenn sie nicht sofort, aber auch sofort ihre Telefonnummer rausrückt, dann …
Später erzählte sie mir mal, dass sie erst vor hatte mir ihre Nummer gar nicht oder eine falsche Nummer zu geben. Aber sie hatte Angst, ich würde sie abermals im Laden besuchen.
Im Laufe der Zeit hat sich daraus eine wunderbare Freundschaft entwickelt. Als Sandra noch in Freising wohnte, war bei ihr immer was los, man konnte nahezu zu jeder Tages- und Nachtzeit bei ihr aufschlagen und entweder war sie gar nicht da oder sie hatte Besuch. Sandra und Sandras Leben lieferte im gemeinsamem Bekanntenkreis immer reichlich Geprächsstoff.
Und dann kam Marc … Mit Marc hatte sie wohl ihre bessere Hälfte gefunden, und mit ihm eine gemeinsame Wohnung.
Am 16.12. wollen die beiden sich dann das Ja-Wort geben und ich berichte live … nee, quatsch. Ich bin zwar anwesend aber es wird hier nichts darüber zu lesen geben.
Es muss jetzt so ziemlich genau vier Jahre her sein … Ich arbeitete zu dieser Zeit als Teiledienstmitarbeiter in einem Autohaus. Fast nebenan gibt es einen Supermarkt, in welchem man...
Geposted am: Samstag, 9. Dezember 2006
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Ich schrieb ja neulich, dass mein Wagen defekt gewesen ist. Nach ein wenig Rumexperimentiererei stellte sich heraus, dass die Bezinpumpe das Zeitliche gesegnet hat. Mit neuer gebrauchter Benzinpumpe, fuhr er dann auch wieder.
Als ich letzten Sonntag nach der Spätschicht heim wollte, wollte mein Auto am Flughafen bleiben und sprang einfach nicht an. Nachdem ich ihn mehrfach verfluchte und drohte ihn zu verkaufen, entschloss sich mein Kleiner unter Zuhilfenahme eines Defilibrators Starthilfekabels dann doch anzuspringen. In den darauffolgenden Tagen ließ ich das Radio und die Heckscheibenheizung aus und schaltete das Licht nur ein, wenn es wirklich nötig war, um weitestgehend die Batterie zu schonen/laden.
Heute sollte es dann soweit sein. Ich war heute mit einer jungen Frau zum Kino verabredet. Eine Verabredung auf die ich mich sehr freute.
Auch auf den Film war ich sehr gespannt, ich hatte ja bei Mario schon darüber gelesen.
Frisch geduscht, die Haare gemacht und den besten Duft aufgetragen, den meine Drogerie hergibt, verließ ich das Haus. Ich öffnete die Garage, setzte mich in meinen Wagen und startete. Das heißt, ich wollte dass er startet, was er aber nicht tat. Na gut. Als Mann der Tat, den Wagen aus der Garage geschoben, ihm ein wenig Schwung gegeben und reingesprungen. So rollte ich den Berg hinunter. Zweiter Gang, Kupplung kommen gelassen … und … Nichts. Er zündete nicht. Ich wiederholte diesen Vorgang bis ich mit meinem Wagen am Fuße des Berges angekommen war und die ScheißendreckMisthaufenDrecksKarre keinen Ton von sich gab. Na wunderbar, habe ja morgen nur Frühschicht und die junge Dame erwartete mich ja auch, dass ich sie ins Kino ausführe.
Alles weitere ist schnell erzählt: Ich rief Erik an, der sich noch mal anzog und sich auf den Weg zu mir machte. Ich rief die junge Frau an, erklärte ihr die Situation und dass der Film heute ohne uns läuft. Ich schlug ihr vor, sie könne ihren Schönheitsschlaf genießen.
Als Erik hier war fuhren wir zum Flughafen damit ich mir ein Auto holen konnte, was mich morgen sicher in die Arbeit bringt, und meinen Wagen zogen wir per Abschleppseil wieder den Berg hoch. Ganz toller Abend!!!
Und diejenigen die es interessiert, den Kinobesuch haben wir auf Samstag verschoben und es ist die Benzinpumpe, die sporadisch aussetz.
Ich schrieb ja neulich, dass mein Wagen defekt gewesen ist. Nach ein wenig Rumexperimentiererei stellte sich heraus, dass die Bezinpumpe das Zeitliche gesegnet hat. Mit neuer gebrauchter Benzinpumpe, fuhr er...
Geposted am: Donnerstag, 16. November 2006
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Der Freitag versprach ein heißer Tag zu werden, auch wenn die Außentemperaturen etwas anderes aussagten. Also rein ins Auto und auf die A8 Richtung Stuttgart.
Eigentlich hasse ich die A8 und es ist jedes Mal ein Horrorvorstellung da lang fahren zu müssen, but anyway … nützt ja nix.
Natürlich erreichte ich Stuttgart zum besten Feierabendverkehr. Alex war noch nicht daheim, so nutzte ich die Möglichkeit, um einen leckeren Döner zu essen und Dani noch ein Blümchen mitzubringen.
Wir hatten auch gar nicht mehr viel Zeit, kurz das Wichtigste eingepackt und schon saßen wir wieder im Auto, unterwegs gen Messehallen.
Interessant war die Erkenntnis, dass man als Mann am Einlass nicht zwingend ebenfalls von einem Mann und eine Frau von einer Frau kontrolliert wird. So leistete ich keinen Widerstand als eine junge attraktive Frau bat, mich von ihr kontrollieren zu lassen.
Jetzt hieß es zu warten. Aber das sollte sich lohnen, denn der Name war Programm: Farin Urlaub Racing Team. Saugeil!!! Es dauerte ungefähr zwei bis drei Songs bis das Shirt durchgeschwitzt war, die Temperatur in der Masse auf gefühlte 72.83°C anstieg und Farin sich mit Witzen über Schwaben unbeliebt gemacht hat.
Aber alles in Allem ging es sehr zivil zu. Trotz Ausverkauf war die Halle nicht so proppevoll wie ich es von Konzerten aus Potsdam kenne. Auch das TanzPogoverhalten war sehr zivil. Während früher (also etwa vor 10 bis 15 Jahren) Stahlkappenschuhe zur Standardausstattung gehörten, weil einem immer jemand auf den Füssen stand, hätte man diese am gestrigen Abend nicht gebraucht. Ehrlich gesagt, in Erinnerung an frühere Konzerte habe ich mich auf Schlimmeres gefasst gemacht.
Einzig erschreckend war letztendlich Alex´ Erkenntnis, dass wir langsam zu alt für den Scheiß werden. Tatsächlich erblickten wir nur sehr Wenige in unserer Altersklasse oder darüber.
Vielleicht wirds Zeit, dass ich erwachsen werde und mir einen anderen Musikgeschmack zulege … Ach nö!
Der Freitag versprach ein heißer Tag zu werden, auch wenn die Außentemperaturen etwas anderes aussagten. Also rein ins Auto und auf die A8 Richtung Stuttgart. Eigentlich hasse ich die A8...
Geposted am: Samstag, 11. November 2006
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Das Wochenende im Überblick
Anreise
Es versprach ein anstrengendes Wochenende zu werden.
Wir trafen uns am Freitag Mittag um uns auf den Weg nach Meißen zu machen. Wir heißt in diesem Fall Midori, Moritz, Mauro und meine Wenigkeit. Nach gefühlten 17 Stunden auf der Autobahn und im Stau kamen wir auch dort an und trafen noch Manfred, Beate und Konny die mit Mannis Bumscontainer Wohnmobil angereist waren.
Quartier
Nach einem gemeinsamen Abendessen beim örtlich ansässigen Chinesen bezogen wir Quartier. In unserem Fall bedeutete das, dass wir im Keller des Dojo-Leiters des Karatevereins Sei-Wa-Kei Meißen nächtigten. Der Keller ist zu (s)einem Privatdojo umgebaut, sehr groß, komplett mit Wettkampfmatten ausgelegt und mit sehr vielen Spiegeln.
An dieser Stelle noch mal ein herzliches Dankeschön, für die Möglichkeit der Unterbringung und die super Organisation des gesamten Wochenendes.
Frühstück
Am Samstagmorgen machten wir uns dann auf den Weg in die Innenstadt. Dort wollten wir uns zum Frühstück treffen. Das mit dem Treffen hat auch geklappt, das mit dem Frühstück weniger. So irrten wir durch die Altstadt und fanden einfach keine Möglichkeit um gemeinsam zu frühstücken. Und dabei bietet Meißen ja schon was für´s Auge, die Burg und die sehr schöne Altstadt. Letztlich landeten wir in einem Café, wo es dann Kuchen gab.
Warm-up
Als wir dann an der Halle ankamen, wurde bereits die erste Gruppe geprüft. Wir, die Freisinger zum 1. Dan, waren in der dritten Gruppe dran. So nutzten wir die Möglichkeit und sahen uns noch die Prüfung der ersten Gruppe bis zum Ende an. Als dann die zweite Gruppe an den Start ging, begaben wir uns in die Umkleide und anschließend in die Nachbarhalle zum Aufwärmen. Langsam stieg die Nervosität und auch ein wenig “Lampenfieber” wenn man es so nennen kann. Es galt nun, den Körper auf Temperatur zu bringen und diese dann auch zu halten um nicht schon vor der Prüfung wieder abzukühlen.

Prüfung
Schließlich war es dann so weit. Zu fünft standen wir als Dan-Anwärter einem Prüferkommitee gegenüber, dem wir uns zu beweisen hatten. Nachdem ich mit den ersten Techniken angefangen hatte, verzog sich auch die Anspannung und Nervosität.Bei meinen Partnerübungen stand mir Moritz als Partner zur Seite, kein schlechter Gedanke, diese mit einem erfahrenen Karateka zu demonstrieren. Vereinzelt mussten Prüflinge Aufgaben wiederholen, allerdings wurde ich nicht zu einer Wiederholung aufgefordert, was mich ein wenig irritierte, da ich ganz sicherlich nicht 100% fehlerfrei bin.
Nach dem kompletten Prüfungsprogramm beraten sich die drei Prüfer. Bei den beiden Gruppen zuvor ging das relativ fix und die Ergebnisse wurden bekanntgegeben. Bei uns dauerte das irgendwie länger. Anfangs konnte man noch verstehen, was und worüber gesprochen wurde, allerdings wurde dann das Gemurmel im Publikum so laut, dass wir kein Wort mehr verstanden.
Tatsächlich standen und warteten wir eine halbe Stunde auf das Ergebnis, alle hatten bestanden.
Später erfuhr ich vom Trainer der beiden Berliner Prüflinge unserer Gruppe, über wen da heftigst diskutiert wurde. Ich sag jetzt einfach mal, glücklicherweise nicht um mich.
Während sich meine Kollegen umzogen um dann fluchtartig die Sportanlage zu verlassen, hielt ich mich warm, da ich für Moritz, er trat zum 2.Dan an, ebenfalls als Partner dabei war. Auch er bestand seine Prüfung.
Feier
Der schönste Moment war eigentlich die Dusche danach. Das kann wohl jeder bestätigen, der mal eine Prüfung oder einen Wettkampf erfolgreich absolviert hat.Ich blieb dann noch dort, denn in der Halle sollte am Abend auch die 10-Jahres Feier des Meißener Dojos stattfinden. Bei der Feier wurden dann die Urkunden vergeben.
Wir Freisinger, zwei Berliner und zwei Saarländer zogen dann noch weiter in die Meißener Innenstadt um sehr ausgelassen, die bestandene Prüfung zu feiern. Davon gibt es keine Fotos, was vielleicht auch besser so ist.Ihr könnt euch kaum vorstellen wie sehr ich mich freute in der Nacht in meinen Schlafsack zu kriechen.
The Day after
Am Sonntagmorgen hieß es dann wieder früh aufstehen, denn von 9 bis 12 Uhr war noch einmal Lehrgang angesetzt. Mein erstes Training als Schwarzgurt. Ihr könnt ja jetzt denken was ihr wollt, aber es ist ein ganz neues Gefühl. Apropos Gefühl: Gefühlt habe ich am Sonntag einfach alles, vom Hals abwärts bis hinunter zu den Knien, und irgendeinen Körperteil davon zu bewegen erforderte eine Menge Selbstüberwindung.Nach dem Lehrgang machten wir uns dann wieder auf den Heimweg, um dann am frühen Abend wieder im Münchener Raum zu sein.
Und am meisten habe ich mich auf mein Bett gefreut …
Das Wochenende im Überblick Anreise Es versprach ein anstrengendes Wochenende zu werden. Wir trafen uns am Freitag Mittag um uns auf den Weg nach Meißen zu machen. Wir heißt in...
Geposted am: Donnerstag, 2. November 2006
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Irgendwann sind wir ja alle mal zu Hause ausgezogen, der Eine früher, der Andere später und der ein oder andere Leser hat es vielleicht noch vor sich.
In den meisten Fällen wird man ja immer bestens von der Familie unterstützt. Auch ich, selbst als ich zum zweiten Mal auszog. Das erste Mal ausziehen war auch nicht so richtig. Aber als ich mich damals in Bayern bewarb, gab es kein Halb mehr, alles oder nichts.
Meine Eltern haben mich natürlich voll unterstützt und ich bin ihnen dafür sehr dankbar. Und meistens ist es dann die Mama, welche peinlichst genau darauf achtet, dass man auch alles für Küche und Bad hat. Und vielleicht erinnert sich der Eine oder Andere noch an den Abschied, als die Mama ihr Kind das letzte Mal umarmte und ihm/ihr noch einen kleinen Beutel gab. Den warf man gewöhnlicherweise schnell zwischen all die anderen Umzugskartons und öffnete ihn erst in der neuen Wohnung. Zwischen all den Kleinigkeiten, wie z.B. Schokolade, die das Leben lebenswert machen, findet man auch zwei Packungen Duschgel. Diese wandern natürlich sofort ins Badregal.
Mit jedem Mal, als ich meine Eltern dann besuchte oder sie mir ein Paket schickten, füllte sich mein kleines Badregal immer mehr mit Duschgel jeder nur denkbaren Sorte.
Ich konnte gar nicht so oft duschen um diesen Vorrat auch nur innerhalb eines Jahres aufzubrauchen.
Irgendwann als ich wieder einmal bei meinen Eltern zu Besuch war, war meine Ma auf dem Weg zum einkaufen. Sie erwähnte dann, dass sie noch zum Drospa gehe und ob ich etwas bräuchte, Duschgel zum Beispiel. Meinen ersten Gedanken, wenn sie mir weiter so viel Duschgel mitgibt, sollte sie mir vielleicht ein Badregal mitbringen, verwarf ich sofort wieder und antwortete stattdessen Ach nö, ich hab reichlich, sollte noch für drei bis vier Jahrzehnte reichen. Eine taktisch ungeschickte Antwort, denn seit diesem Mal war es vorbei, seit diesem Moment nie wieder Duschgel.
Ich unterhielt mich mit einem Freund über diese Situation, nachdem ich wieder hier in Bayern war und er schilderte mir sehr ähnliche Erfahrungen.
Letzte Woche stellte ich beim Duschen dann fest, dass mein Duschgel alle ist und ging an mein Regal um mir ein neues zu nehmen. Dort waren nur noch zwei und ein angebrochenes, welches ich mal mit im Training hatte. Ich dachte an meine Ma und dass ich wohl so schnell kein Duschgel mehr bekommen sollte. Sollte ich jetzt nach über vier Jahren zum ersten Mal in die unangenehme Situation kommen, mir Duschgel kaufen zu müssen? Ich malte mir schon meinem geistigen Auge aus, wie ich reizüberflutet zwischen den Regalen des Supermarktes stehe und nicht wüsste zu welchem ich greifen müsste. Ich würde eines herausfischen, bei welchem mich nach zweimaligem Duschen der Geruch störe und welches ich dann irgendwohin verbannen würde um es hoffentlich nie wieder zu finden. Panik!
Über eine Bekannte, die des öfteren in München ist, ließ mir meine Ma am letzten Wochenende einen kleinen Beutel zukommen. Darin waren Socken, Schokolade und … na wer kann es erraten? Na klar: Duschgel!!! Mutterinstikt.
Irgendwann sind wir ja alle mal zu Hause ausgezogen, der Eine früher, der Andere später und der ein oder andere Leser hat es vielleicht noch vor sich. In den meisten...
Geposted am: Mittwoch, 27. September 2006
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Am Mittwoch fuhr ich nach dem Training auf dem Heimweg noch die örtliche Tankstelle an um Zigaretten zu kaufen.
Beim bezahlen fiel mir dann noch ein, dass ich ja noch Benzin bräuchte und ich erkundigte mich nach dem Preis, weil ich weder darauf geachtet und ihn auch in diesem Moment nicht erspähen konnte. Die sehr nette Verkäuferin erwiderte kurz 2,29 €, worauf ich fragte: Mal, ganz ehrlich, das geht doch woanders billiger, oder?
Am Samstag nach der Arbeit betrat ich dann am Flughafen ein anderes Kraftstoffgeschäft meines Vertrauens und erkundigte mich nach dem Preis. Der Verkäufer antwortete mit 2,10 €. Ich erwiderte, dass der Benzinpreis ganz schön sportlich sei, worauf er sofort begann mich zuzuschwallen zu informieren, wegen Steuern und dass ich denn nirgends besseres und reineres Benzin für einen solchen Preis bekommen sollte. Ich gab mich geschlagen genervt von seinem Rumgelaber und wollte eigentlich nur den Laden wieder verlassen. Aber wahrscheinlich hätten mich noch mehr Preisvergleiche noch mehr Kraftstoff gekostet. Dafür habe ich jetzt Markenkraftstoff für 16,80 € pro Liter.
Nicht ganz mitgekommen?
Bei meinem Besuch in Wiesbaden hat mir Mario vor einiger Zeit ein Zippo geschenkt und inzwischen war der Sprit dafür leer. Also musste neuer her. An der Tanke gabs noname für 2,29 € pro Flasche und am Flughafen gab´s Zippo-Sprit aus der Dose für 2,10 €. In so einer Flasche sind allerdings nur 125 ml, macht nen Literpreis inkl. Steuer von 16,80 €.
Wenn mein Auto, bei täglichem Gebrauch, allerdings auch vier Monate mit 125ml auskommt, dann nähme ich solche Preise gern in Kauf.
Am Mittwoch fuhr ich nach dem Training auf dem Heimweg noch die örtliche Tankstelle an um Zigaretten zu kaufen. Beim bezahlen fiel mir dann noch ein, dass ich ja noch...
Geposted am: Montag, 25. September 2006
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